Weshalb miese Gefühle Gold wert sind.
Was wäre, wenn Deine miesen Gefühle nicht gegen Deine Manifestation arbeiten, sondern sogar Gold wert sind?
Claire
11/3/20263 min read


Weshalb positives Denken nicht immer hilfreich ist.
Heute spreche ich darüber, weshalb positives Denken für effektives Manifestieren nicht immer nützlich ist – ich es aber trotzdem gerne anwende.
Wenn Du anfängst, ein Leben zu leben, in dem Du Dich an erste Stelle setzt, wirst Du auch an Deine Grenzen kommen.
Vielleicht wirst Du Dich das eine oder andere Mal fragen, ob das wirklich die richtige Entscheidung war.
Ob Dich diese Entscheidung isolieren und einsam machen wird.
Und ob das nicht einfach unglaublich egoistisch ist.
Da kann es wirklich (!) hilfreich sein, sich mit Affirmationen und positiven Gedanken erst einmal über Wasser zu halten.
Wenn Du Dein Leben lang darauf ausgerichtet warst, es anderen Menschen recht zu machen, um Dich verbunden und geliebt zu fühlen, wird es Dir nicht von heute auf morgen gelingen, Dich an erste Stelle zu setzen und Dich dementsprechend zu verhalten.
Ich habe fast 40 Jahre gebraucht, um herauszufinden, dass ich mit all meinem positiven Denken meine Situation nicht in der Tiefe verändern kann, solange ich mich nicht auch wirklich anders verhalte.
Und genau das war für mich die Herausforderung.
Dankbarkeit und positives Denken bringen Dir wenig, solange Du ein Leben führst, in dem Du Dich mit Menschen und Dingen umgibst, die Dir nicht wirklich guttun.
Das heisst nicht, dass diese Menschen schlecht sind. Es geht vielmehr um die Dynamik der Beziehung zwischen Dir und ihnen und um die Position, die Du innerhalb dieser Dynamik einnimmst.
Wenn Du also in einem Leben feststeckst, das Dir weder gefällt noch gut für Dich ist, würde ich Dankbarkeit und positives Denken nicht zu Deiner ersten Priorität machen.
Denn wenn Du Dir immer wieder suggerierst, wie dankbar Du doch bist, obwohl Du eigentlich etwas verändern möchtest, kann es passieren, dass Du Deine eigene Unzufriedenheit übergehst.
Das ist so, als würdest Du Glitzer auf ein Hundehäufchen streuen.
Wut, Angst und Scham sind definitiv nicht meine Lieblingszustände. Doch im Prozess meiner Selbstoptimierung – im besten Sinne – lerne ich, sie zu schätzen.
Wut hat mir den Antrieb gegeben, mein Leben in die Hand zu nehmen und einfach mal NEIN zu sagen.
Angst hat mir gezeigt, dass ich mein Potenzial noch nicht voll ausschöpfe.
Und Scham hat mich darauf aufmerksam gemacht, dass ich mir zu viele Gedanken darüber mache, was andere von mir denken könnten.
Wenn Du also den ersten Schritt gegangen bist und Dich nun an erste Stelle in Deinem Leben setzen möchtest, dann sei Dir bewusst, dass Dein altes Selbst alles dafür tun wird, um diesen unangenehmen Gefühlen aus dem Weg zu gehen.
Es wird Dir alle möglichen Ausreden liefern, um Dich zurück in Dein altes Leben zu bringen.
In ein Leben, das sich vielleicht vertraut anfühlt, aber nicht mehr wirklich zu Dir passt.
Wie kannst Du diesem Gefängnis also entrinnen?
Als Erstes solltest Du Dir bewusst machen, dass Du Dich möglicherweise in einem Gefängnis aus Konditionierungen, Gedanken und Gewohnheiten befindest.
Und als Zweites solltest Du Dich darauf einstellen, den unangenehmen Gefühlen zu begegnen, die in diesem Prozess auftauchen werden.
Hilfreich war es für mich, zu erkennen, dass diese Gefühle eine Energie haben, die ich auch als Katalysator nutzen kann.
Wenn ich sie auf diese Weise betrachte, bin ich sogar dankbar, wenn sie auftauchen.
Weil ich weiss, dass sie mir etwas zu sagen haben und mich auf meinem Weg in mein neues Leben unterstützen.
Das heisst nicht, dass ich vor Glück auf einer Blumenwiese hüpfe, wenn sich Wut zeigt oder mich die Trauer auf die Couch drückt.
Es heisst aber, dass ich nicht mehr versuche, diesen Gefühlen zu entrinnen, indem ich mich lieber dankbar zeige für ein Leben, das mir überhaupt nicht entspricht.
Wenn ich also mit Gefühlen konfrontiert bin, die ich als anstrengend empfinde, lasse ich ihnen Raum.
Ich lege mich hin und weine.
Ich bin wütend.
Ich schäme mich.
Doch ich lasse mich von ihnen nicht in die Irre führen.
Ich lasse mich nicht mehr handlungsunfähig machen.
Ich fühle sie.
Und lasse sie weiterziehen.
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Claire Hayoz
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